Glaub mir, so einen Grüntee hast Du noch nie getrunken. Warum Hojicha gerade seinen großen Moment erlebt
- Natascha Lendzian
- vor 1 Tag
- 5 Min. Lesezeit
Executive Summary
Während Matcha inzwischen auf vielen Getränkekarten selbstverständlich geworden ist, entwickelt sich Hojicha gerade zum Geheimtipp moderner Cafés. Sein angenehm gerösteter Geschmack, der geringere Koffeingehalt und seine Vielseitigkeit machen ihn zu einer spannenden Alternative für alle, die neue Getränke entdecken möchten. In diesem Artikel erfährst Du, warum Hojicha gerade jetzt immer beliebter wird, wie er schmeckt und weshalb ich überzeugt bin, dass er in Zukunft auf deutlich mehr Getränkekarten zu finden sein wird.

Das Wichtigste auf einen Blick
Hojicha ist ein gerösteter japanischer Grüntee.
Durch die Röstung entstehen milde Kakao-, Karamell- und Röstaromen.
Hojicha enthält deutlich weniger Koffein als Matcha.
Er ergänzt Matcha perfekt und ersetzt ihn nicht.
Besonders spannend ist Hojicha als heißer Latte oder Iced Latte.
Für Cafés bietet Hojicha die Möglichkeit, neue Gäste anzusprechen und die Getränkekarte sinnvoll zu erweitern.
Glaub mir, so einen Grüntee hast Du noch nie getrunken!
Meinen ersten Hojicha habe ich nicht in Japan entdeckt.
Sondern beim Friseur.
Meine Friseurin erzählte begeistert von einem Getränk, das ich bis dahin überhaupt nicht kannte. Direkt neben dem Salon befand sich ein kleines japanisches Café.
Meine Neugier war sofort geweckt.
Ich ging direkt hin und bestellte einen heißen Hojicha.
Schon nach den ersten Schlucken wusste ich:
So etwas habe ich noch nie getrunken.
Er schmeckte völlig anders als alles, was ich bisher mit Grüntee verbunden hatte.
Wenige Tage später bestellte ich den ersten Hojicha für Simply Chai.
Warum spricht gerade jetzt jeder über Hojicha?
Noch vor wenigen Jahren war Hojicha außerhalb Japans kaum bekannt.
Heute begegnet er mir immer häufiger. In Specialty Cafés, auf internationalen Getränkekarten und in den sozialen Medien.
Warum?
Ich glaube, dafür gibt es mehrere Gründe.
Zum einen suchen viele Menschen heute bewusst nach Alternativen zum klassischen Kaffee. Sie möchten ihren Koffeinkonsum reduzieren, ohne auf ein besonderes Geschmackserlebnis zu verzichten.
Zum anderen verändert sich die Art, wie wir Getränke wahrnehmen.
Früher stand häufig der Kaffee im Mittelpunkt.
Heute möchten viele Menschen Neues entdecken.
Sie probieren Matcha, Ube oder eben Hojicha, nicht nur wegen des Geschmacks, sondern weil Getränke heute Geschichten erzählen und ein Stück Kultur vermitteln.
Ich glaube deshalb nicht, dass Hojicha nur ein kurzfristiger Trend ist.
Ich glaube, dass wir gerade erst erleben, wie er seinen Platz auf den Getränkekarten vieler Cafés findet.
Wie schmeckt Hojicha eigentlich?
Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten.
Für mich bewegt sich Hojicha geschmacklich irgendwo zwischen Kakao, Milchkaffee und grünem Tee.
Das klingt zunächst ungewöhnlich.
Genau deshalb überrascht Hojicha so viele Menschen beim ersten Probieren.
Durch die Röstung entstehen feine Kakao- und Karamellnoten. Gleichzeitig bleibt der Tee angenehm weich und entwickelt kaum die Bitterkeit, die viele Menschen von Grüntee erwarten.
Es ist ein Geschmack, den ich vorher noch nie erlebt hatte.
Warum Hojicha perfekt in moderne Cafés passt
Ich glaube, dass die jüngere Generation heute viel offener für neue Getränke ist als noch vor einigen Jahren.
Immer mehr Menschen möchten ihren Koffeinkonsum bewusst reduzieren und gleichzeitig nicht auf Genuss verzichten.
Sie suchen nach Getränken, die anders sind.
Nach Getränken, die Geschichten erzählen.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum Matcha, Ube und inzwischen auch Hojicha immer beliebter werden.
Für mich steckt dahinter aber noch etwas anderes.
Ein Getränk kann uns für einen kurzen Moment an einen anderen Ort versetzen.
Es kann Erinnerungen wecken oder Neugier auf eine andere Kultur machen.
Hojicha ist für mich genau so ein Getränk.
Ein kleines Stück Japan.
Ein kleiner Urlaub im Alltag.
Hojicha ist keine Konkurrenz zu Matcha
Oft werde ich gefragt, ob Hojicha Matcha ersetzen kann.
Meine Antwort lautet ganz klar:
Nein.
Beide Getränke erfüllen unterschiedliche Bedürfnisse.
Matcha steht für intensive Grüntee-Aromen und einen höheren Koffeingehalt.
Hojicha ergänzt die Getränkekarte um eine angenehm geröstete und koffeinärmere Alternative.
Gerade Cafés erreichen damit Gäste, die bewusst weniger Koffein trinken möchten oder einen weicheren Geschmack bevorzugen.
Für mich gehören deshalb beide Getränke auf eine moderne Getränkekarte.

Für wen eignet sich Hojicha?
Nach meiner Erfahrung bestellen Hojicha vor allem Menschen, die neugierig auf neue Getränke sind.
Menschen, die sich nicht ausschließlich am klassischen Kaffee orientieren.
Viele suchen außerdem bewusst nach Getränken mit weniger Koffein, sei es aus gesundheitlichen Gründen oder weil sie am Nachmittag oder Abend lieber etwas Milderes trinken möchten.
Gerade jüngere Gäste zeigen dabei eine große Offenheit für neue Getränkekonzepte.
Für mich ist Hojicha ein erwachsener Kakao
Ich trinke Hojicha besonders gerne als heißen Latte.
Warum?
Für mich erinnert Hojicha ein wenig an einen erwachsenen Kakao.
Viele Erwachsene mögen Kakao, bestellen ihn im Café aber eher selten, weil er häufig als Kindergetränk wahrgenommen wird.
Hojicha erfüllt für mich ein ähnliches Bedürfnis.
Durch seine feinen Röstaromen erinnert er leicht an Kakao, wirkt dabei aber deutlich erwachsener und weniger süß.
Aber auch als Iced Hojicha Latte hat er mich vollkommen überzeugt.
Besonders spannend finde ich Kombinationen mit Karamell.
Auch Blaubeere harmoniert überraschend gut mit den Röstaromen.
Gerade daraus lassen sich außergewöhnliche Signature Drinks entwickeln.

Wann passt Matcha? Wann Hojicha?
Wenn Du... | Dann passt besser... |
intensive Grüntee-Aromen suchst | 🍵 Matcha |
Röstaromen und einen weicheren Geschmack bevorzugst | 🍂 Hojicha |
mehr Koffein möchtest | 🍵 Matcha |
bewusst weniger Koffein trinken möchtest | 🍂 Hojicha |
frische, leuchtend grüne Getränke liebst | 🍵 Matcha |
einen warmen, leicht kakaoartigen Geschmack bevorzugst | 🍂 Hojicha |
etwas völlig Neues entdecken möchtest | 🍂 Hojicha |

Warum Hojicha für Cafés spannend ist
Hojicha ersetzt Matcha nicht.
Er erweitert die Getränkekarte.
Damit erreichen Cafés neue Zielgruppen und schaffen zusätzliche Kaufanlässe.
Gerade Gäste, die neugierig auf moderne Getränkekonzepte sind oder bewusst weniger Koffein trinken möchten, finden mit Hojicha eine spannende Alternative.
Für mich ist Hojicha deshalb kein Trend, der Matcha ablöst.
Er ist die perfekte Ergänzung.
Unser Fazit
Als ich damals nach meinem Friseurbesuch das kleine japanische Café betrat, hatte ich keine Ahnung, dass ich wenige Tage später bereits den ersten Hojicha für Simply Chai bestellen würde.
Heute freue ich mich jedes Mal, wenn ich sehe, dass immer mehr Menschen diesen außergewöhnlichen Tee für sich entdecken.
Vielleicht stehst Du gerade am Anfang derselben Reise.
Falls Du Hojicha bisher noch nicht probiert hast, möchte ich Dir nur einen Satz mitgeben:
Glaub mir, so einen Grüntee hast Du noch nie getrunken.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist Hojicha?
Hojicha ist ein gerösteter japanischer Grüntee. Durch die Röstung entwickelt er seinen charakteristischen milden Geschmack mit feinen Röstaromen und eine bräunliche Farbe.
Enthält Hojicha Koffein?
Ja. Hojicha enthält Koffein, allerdings deutlich weniger als Matcha. Deshalb ist er für viele Menschen eine angenehme Alternative, besonders am Nachmittag oder Abend.
Schmeckt Hojicha wie Matcha?
Nein. Matcha schmeckt frisch und intensiv nach Grüntee. Hojicha entwickelt durch die Röstung milde Kakao-, Karamell- und Röstaromen und wirkt insgesamt weicher.
Kann man Hojicha als Latte trinken?
Ja. Besonders als heißer Hojicha Latte oder Iced Hojicha Latte kommt sein Geschmack hervorragend zur Geltung.
Welche Kombinationen passen besonders gut zu Hojicha?
Aus meiner Sicht harmonieren vor allem Karamell und Blaubeere hervorragend mit den feinen Röstaromen von Hojicha.
Ist Hojicha für Cafés interessant?
Ja. Hojicha ergänzt die Getränkekarte um eine koffeinärmere Alternative und spricht Gäste an, die neue Geschmackserlebnisse suchen.
Weiterführende Artikel
Warum Ceremonial Grade nicht automatisch der beste Matcha für Cafés ist
Matcha richtig zubereiten. Die 7 häufigsten Fehler und wie Baristas sie vermeiden
Warum perfekter Cold Foam kein Zufall ist – Die 7 häufigsten Fehler und wie Baristas sie vermeiden
comming soon:
Signature Drinks entwickeln – So hebst Du Dein Café von der Konkurrenz ab
Über die Autorin
Natascha Lendzian ist Gründerin von Simply Chai und entwickelt seit vielen Jahren Getränkekonzepte für Cafés, Bäckereien und die Gastronomie. Ihr Schwerpunkt liegt auf hochwertigen Kaffeealternativen sowie der Entwicklung moderner Getränke, die einfach zuzubereiten sind und gleichzeitig geschmacklich überzeugen.
.png)




Kommentare